"Bergkameraden" Tagebuch eines Soldaten

Wir haben extra für Euch einen AAR zum Spiel Panzercorps schreiben lassen. Der Autor Leonard Bleich versucht Euch, anhand einer fiktiven Soldatengeschichte, den Strategietitel "Panzercorps" schmackhaft zu machen. 

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Einleitung & Infos

Der im AAR benutzte Mod:
"Das Vermächtnis von Versailles - The Legacy of Versailles"

Umfassender Panzercorps Mod, mit dem Ziel das Spiel graphisch aufzuwerten. Zu­dem werden eine Reihe von neuen Schlachten in das Spiel eingearbeitet.

Modteam

Idee/Teamleiter: Churchlakecity und nikivdd aus Belgien

Grafiken: churchy (Alles),metalmen (Flieger)

Maps,Szenario-und Kampagnendesign: nikivdd

Sound: Kinski

Technischer Berater: fsx

User Interface,Startscreen: Soldberg

Recherche und UI-Bilder: Magic,Ghoule,metalman

Tester: Wildthing,Maho1973, produit,metalman, Mike760008, Guille1413, Naughtybal­rog

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Wo bekomme ich weitere Infos zum Mod: https://www.facebook.com/LegacyOfVersailles

 

Unternehmen Weiss

Fall Weiss Karte orig01.09.1939
"Polen hat heute Nacht zum ersten Mal auf unserem eigenen Territorium auch mit bereits regulären Soldaten geschossen. Seit 5.45 Uhr wird jetzt zurückgeschossen! Und von jetzt ab wird Bombe mit Bombe vergolten!"
Ein kleiner Grenzort südöstlich Landsbergs an der Warthe. Heute ist der erste September 1939. Es ist acht Uhr morgens. Hauptmann Kühnhaupt gibt den Befehl zum Angriff.
Es ist so weit. Die Menschen zuhause erfahren durch den Rundfunk vom Beginn des...KRIEGES.
Aber was wissen die Menschen vor dem Volksempfänger schon vom Krieg! Von den Staubfahnen, die unsere Panzerkolonnen aufwirbeln, von der Aufregung, von den besorgten Mienen der Kameraden, als es endlich losgeht, nach vorn, gegen den Feind!
Freilich, mein Vater, der im Großen Krieg dabei war, hat mir beim Abschied gesagt:
"Am Anfang wird schon alles gut gehen, Bub, aber dann? Wer weiß schon, wie es weiter gehen wird? Wir haben auch gedacht, zu Weihnachten sind wir wieder daheim! Und was war dann? Gott stehe uns bei! Na, pass schön auf dich auf, und komm heil zurück, sonst bringt mich deine Mutter um!"
Ich habe es ihm versprochen. Mir wird schon nichts passieren! Wir sind ja schließlich die beste Armee der Welt! Sagen sie uns. Egal. Ich bin als frischgebackener Leutnant zuallererst für meinen Zug Gebirgsjäger verantwortlich, soweit ich es vermag, denn ich führe weder Regiment 23 noch die 1. Division, geschweige denn den ganzen Krieg. Aber ich will auf meine wackeren 40 Burschen aus Österreich gut aufpassen. Ostmark heißt das jetzt! Erinnert mich grade Feldwebel Schweighofer en passant an die korrekte sprachliche Handhabung. Unser Glück, daß wir immer noch Bayern sind! Sancta Bavaria, bitt für uns! Hätte ja auch anders kommen können. Schweighofer grinst dreckig.
Der war in Rosenberg doch bestimmt noch schnell im Puff gewesen, möchte ich wetten.
Und dann diese mäandernde Fahrt übers Riesengebirge! Ich habe noch nie so viele Gebirgsjäger gleichzeitig kotzen sehen. Die Außenbordwände unserer Opel-Blitze waren bald bunt geworden, ehe wir endlich im Aufmarschgebiet südlich Landsberg ankamen...
Jetzt zählt unser Regiment zur Kampfgruppe Greif, die Posen nehmen soll. Dazu zählen die Artillerie-Regimenter 25 und 60, mit ihren leichten 18er-Feldhaubitzen, das 50. SS-Panzerregiment, mit den neuen IIIer-Panzern (Ausführung E), drei weitere IR, und die leichten IIer-Panzer im Pz-Regiment 21. Hoffentlich werden diese Blechschachteln bald auf weiter Front ausgewechselt. Die sind ja schlimmer als unsere tschechischen Beutepanzer auf der rechten Flanke, die mit der Kampfgruppe Keil Fühlung hält. KG Keil soll weit an uns vorbei in die Tiefe des westpolnischen Raumes Richtung Lodz vorstoßen und dabei fächerförmig ausgreifen.
Südlich davon wird Oppeln von zwei Regimentern schlesischer Grenadiere und einem Panzerregiment gesichert. Bei Gleiwitz greift KG Amsel Kattowitz frontal an.Fall Weiss Briefing 5
An der südlichen Grenze greifen unsere slowakischen Verbündeten Nowy Sacz und Zakopane an. Das bißchen Luftwaffe, das grade nicht zur Erringung der Luftherrschaft benötigt wird, soll je nach Lage punktuell unterstützend eingreifen, hat Oberstleutnant Gerstl, mein Bataillonskommandeur, bei der Offiziersbesprechung gesagt. Wozu bei der KG Keil immer noch die miesen kleinen "Panzer" Ib im Einsatz sind, weiß er auch nicht. Das sind ja wohl eher fahrbare MGs mit Unterstand!
Nördlich von uns hat die leichte KG Gärtner den Auftrag, die zwei Bunkeranlagen südlich Schneidemühl auszuschalten: Zwei Pionierregimenter, die Gebirgsjägerkollegen vom 20er, dazu IR79.
Ganz im Norden soll KG Reiter die Bunkerlinie südwestlich Danzig nehmen, um sich anschließend in den Umschließungsring um

Da ist Geschwindigkeit angesagt, denn ganz Ostpreußen einschließlich Königsberg, Allenstein und Insterburg werden gehalten von lediglich fünf IR, zwei Regimentern leichter Ari, einem Regiment leichter Panzer und einem Regiment 3,7cm-Kinder-Flak. Der Oberstleutnant hat gemeint, er persönlich würde die Besatzung der Weichsel-Brücken südlich Danzigs abziehen und mit den Truppen südlich Allenstein die polnische Stadt Ortelsburg und ihren Flughafen bedrohen. Die Polen würden die Weichsel-Brücken wohl kaum selber sprengen, verteidigen ließen sie sich von unseren Truppen gegen einen Ausfall der Danzig Besatzung ohnehin nicht. Gerstls Wort in Gottes Ohr!
In der Ostsee werden zwei brandneue Schlachtschiffe der Bismarck-Klasse, die Wildner und die Kirchseestadt, Bunker und Küstenartillerie auf der Halbinsel Hel beschießen.
Soweit ich erfahren habe, hat die Wehrmacht am Ende des ersten Tages des neuen Krieges 700 Mann Verluste an Gefallenen und Verwundeten. Die Dunkelheit bricht herein. Vereinzelt tackern noch Maschinengewehre. Wir graben uns ein. Morgen erwarten wir die polnischen Gegenangriffe.Fall Weiss Briefing 4
02.09.1939
Nach Ende des großen polnischen Gegenangriffs stiegen unsere Verluste auf knapp 10.000 Mann!
Schwerste Verluste erlitt das IR67, das zu 90% vernichtet wurde, sowie PioR47 und Gebirgsjäger-Regiment 20, die je 40% Ausfälle hatten.
Aber dennoch: Erste Etappenziele erreicht! Wir haben Tschenstochau erobert und Bielitz befreit. Neu Sanditz gefallen. Ortelsburg gefallen. Kattowitz gefallen. Ebenso Kalisch und die Bunkeranlagen bei Schneidemühl. Das muss ziemlich lange Gesichter beim polnischen OK geben.
Fall Weiss Briefing 108.09.1939
Bin im Lazarett. Habe am 3. September durch eine ordentliche Portion Druckwelle eine hübsche Gehirnerschütterung und einen Granatsplitter am Hals abgekriegt. Verirrte Granate! Von unseren eigenen Panzern! Egal. Ehe ich in Ohnmacht fiel und mich polnische Lanzenreiter fertigmachen konnten, ist Schweighofer, saftige bayerische Flüche brüllend, mit seinem MG34 im Anschlag vorgestürmt und hat einen halben Zug Ulanen vernichtet, ehe der Rest floh und Schweighofer mich in Sicherheit brachte. Dafür Einreichung zum EK II für Schweighofer (dazu einen Kasten Baumburger Kloster-Bier von mir, zu Ehren unseres Divisionskommandeurs, Generalmajor Eduard Dietl)! Und wohl das Verwundetenabzeichen für mich. Hauptmann Kühnhaupt hat mich besucht, mir zu meinem Schweineglück gratuliert und berichtet: Nach der ersten Woche härtester Kämpfe sind unsere Verluste gestiegen auf 1500 Mann, dazu 10% Ausfälle bei Panzern, Pak sowie bei den Stukas. Der Feind verlor insgesamt 7800 Mann, 120 Panzer, 150 Pak, 200 Geschütze, 50 Flak, 260 Betonbunker, 50 Jagdflugzeuge, 20 Bomber, 300 LKW und einen Panzerzug. Arme Polen! Sie haben keine Chance!!!
Die Polen sind mittlerweile westlich der Demarkationslinie bis auf Warschau, Rzeszów und Radom geschlagen. Die Festung Modlin ist heute Morgen gefallen. Einzig Bromberg hält sich noch.
Das Ende des Feldzugs ist absehbar. Nach nur einer Woche! Das OKW hat eine Ruhepause entlang der gesamten HKL angeordnet. Wir können Verstärkungen und Verpflegung gut gebrauchen.
Die Polen haben ihre Gegenangriffe mittlerweile weitgehend eingestellt. Luftaufklärung und Nachrichtendienste melden, die Polnische Armee sammle ihre Kräfte in den Gebieten um Warschau bzw. Rzeszów. Es sind keine feindlichen Aktivitäten zu befürchten. Die Propaganda-Kompanien drehen ihre Siegeraufnahmen für daheim. Fanfarenstöße inklusive. Von meinen 40 Gebirgsjägern leben noch 37, fünf davon im Lazarett. Auch bei den anderen sieht es nicht viel besser aus. 20% Ausfälle bei uns Infanteristen in der ersten Woche. Gegen die Polen. In der besten Armee der Welt. Na denn, Prost!
16.09.1939
Wieder bei meinem Zug! Die Männer freuen sich, mich wieder bei ihnen zu haben. Brave Burschen! Bei polnischen Überraschungsangriffen allerdings sind Radom und die Festung Modlin wieder verloren gegangen. Allerdings unter schwersten Verlusten bei den Angreifern. Auch bei uns: PzR34 hat dabei 70% seiner Panzer verloren. Die Stuka-Staffel 11 verliert 80% der Maschinen. Schlimme Verluste bei den 63er-Pionieren (30%) und dem altehrwürdigen IR 18 (50%).Fall Weiss Briefing 2
Soviel zu unserer Aufklärung.
Große Probleme auch vor Rzeszów. Entlang des Dunajetz wird die Stadt links von einer Bunkerkette gesichert, den Übergang über den Fluß selbst verteidigen schwere Ari und eingegrabene polnische Gebirgsjäger.
Spitzen der Aufklärungs-Abt. 30 erreichen südlich Warschaus das linke Weichselufer.
17.09.1939
Gegenschlag! Stuka-Angriffe bereiten unseren Angriff vor. Die schwache polnische Besatzung von Modlin wird nach Luftschlag durch zwei Stuka-Staffeln im Feuer dreier zusammengefasster AR vernichtet. IR21 erobert daraufhin die Stadt. PzR31 vernichtet ohne eigene Verluste die Reste eines gepanzerten Zuges im Bahnhof der Festung.
Unser Regiment hat Bromberg erobert! Nur "mäßige" Verluste, insgesamt 2 Bataillone... keine Tote in meinem Zug, nur zwei Leichtverletzte, die schon anderntags mit uns weiterhumpeln.
Bei Radom vernichten SSIR38 und PzR37 den Feind. Bei Rzeszów gelingt uns ein Überraschungsangriff: Im Schutz der Dunkelheit haben heute Nacht Panzer, Artillerie und drei IR den Fluss überquert und konnten im Morgengrauen der feindlichen Artillerie sowie deren Panzern und Flak in die Flanke fallen. IR43 zu 40% ausgefallen, slowakisches Reg. IR70 zu 90% verloren. Feind weitgehend vernichtet. SSPzR34 zur Auffrischung aus der Linie gezogen.
Die Luftwaffe und die Ari greifen polnische Artillerie-Stellungen im Vorfeld von Warschau an. Oberstleutnant Gerstl sagt, die Polen sind noch lange nicht geschlagen. Die polnische Hauptstadt ist schwer befestigt und mit Artillerie bzw. Flak gespickt. Wir Gebirgsjäger sitzen zur Auffrischung wie alle andren den Kampf aus. Wenn Rzeszów jedoch fällt, krängt Warschau wie ein Balkon in die Landschaft. Leicht zu umschließen. Belagerung. Fertig. Der Kampf selbst, warnt Gerstl uns noch einmal, wird schwer. Aber militärisch ist das keine große Kunst mehr.
Fall Weiss Briefing 318.9.1939
Schlacht von Rzeszów. Sieg für unsere Waffen! Schwere Verluste bei den Slowaken, bei unseren ArR64 und PzR39. Stadt Rzeszów von slowakischen Verbündeten besetzt, Flughafen unter deutscher Kontrolle.
Reste zweier polnischer Einheiten ziehen sich Richtung Norden zurück.
Erste Vororte von Warschau genommen!
19.09. 1939
Polnischer Gegenschlag! Warschau-NW sowie nahe gelegene Grabensysteme wieder verloren. Schwerste Verluste unsererseits bisher: 2 IR und 1 Regiment Kavallerie vollständig verloren.
20.09.1939
Angriff! Pausenlose Angriffe der Luftwaffe. Tödliche Duelle Stukas gegen Flak. IR 28, 52, 56 und 79 erobern Warschau-NW zurück und sichern die Grabensysteme des Stadtteils. Wir vom 23er sind seit heute auch wieder dabei. Wir marschieren durchs völlig zerbombte NW-Warschau auf die Weichsel zu.
Weit rechts von uns setzen grade Panzer über den breit und ruhig dahin strömenden Fluß. Das sieht nach gutem Weiterkommen aus!
Hauptmann Kühnhaupt, mein Kompaniechef, schwört Stein und Bein, daß wir Warschau bald völlig eingekesselt haben werden, was aber dem Kampfgeist der Polen noch keinen Abbruch zu tun scheint. Bald geht es los!
Oberst Würnbach, unser Regimentschef, lässt antreten.
"Männer, wir greifen jetzt einen Feind an, der schon sehr geschwächt ist! Also drauf und eine Ruh' ist! In zwei Stunden seid ihr vollzählig wieder hier. Wegtreten!"
Er wünscht uns viel Glück.
Eine halbe Stunde später sind 400 von uns tot.
Meine Kompanie war in Reserve, wir sind ungeschoren davongekommen. Aber die anderen... mein Gott, die sind in eine Falle gelaufen: Stacheldraht, MGs, dann Ari drauf. Ein Massaker. Der Stadtteil ist immer noch polnisch. Feldwebel Schweighofer ist das Grinsen vergangen. Unser geliebter Oberst Würnbach, ein Gentleman alter Schule, hat sich aus Pflichtbewusstsein erschossen.
Die polnische Linie hält.
21.09.1939
08.00 Uhr
Häuserkampf! Haben wir nicht gelernt! Verluste schnellen in die Höhe! Der Kampf um Warschau wird noch zum Untergang der Gebirgsjäger, warnt Hauptmann Kühnhaupt mich im Geheimen. Zwischen 30 und 50 Prozent Ausfälle pro Regiment! Wie lange sollen meine Männer das aushalten, habe ich den Gerstl im Gefechtsstand des Bataillons gefragt. Bis zum Sieg, hat der mich dann angebrüllt. "Wilhelm", sagte der Hauptmann zu mir, "wenn du nicht aufpasst, steckt bald ein Kreuz mit W. Bleich da im polnischen Sand. Und schmeiß deine Männer nicht weg!"
Er steckte sich hastig eine Zigarette an. Ohne Mundstück.
Belagerungsring um Warschau geschlossen. Polnische Luftwaffe kann seit heute als vernichtet gelten.
21.09.1939
Weitere 240 Ausfälle in Warschau. Die Stadt zu 80% in deutscher Hand. Polnischer Widerstand bricht langsam zusammen. Der alte Schweighofer liegt mit Oberarm-Durchschuss im Lazarett. Grinsend. Arme Krankenschwestern!
Kampfgruppe Amsel verlässt den Raum Rzeszów und zieht mit drei slowakischen IR und vier deutschen Regimentern Panzern und Artillerie in Richtung Zamosc und Lublin. Eine weitere slowakische Kampfgruppe, KG Straka, steuert hingegen Premysl an.
22.09.1939
SONDERMELDUNG! WARSCHAU GEFALLEN!
Wir habe es geschafft! Allerdings ist mein Zug auf 25 Mann geschmolzen. Hauptmann Kühnhaupt muss wieder Kondolenzschreiben aufsetzen, der Arme! Ist zum Kettenraucher geworden, mit roten Rändern um die Augen.
Umstrukturierung der Kampfgruppen!
Angeschlagene Einheiten verbleiben zur Auffrischung im rückwärtigen Raum. Frische Verbände drängen weiter in Richtung Bialystok und Festung Brest, die als letzte verbliebene polnische Widerstandsnester identifiziert wurden.
23.09.1939
Wir gehen wieder in die Offensive! Nach Artillerievorbereitung nimmt Kampfgruppe Amsel im Handstreich Zamosc, KG Straka erobert Premysl. Angriffe auf Suwalki im Norden werden abgewiesen.
Zwei feindliche Kavallerie-Regimenter südlich Bialystok vernichtet. Der Flughafen von Siedlce von PzR37 besetzt, die Stadt selbst wird belagert. 400 Mann weitere Verluste insgesamt. Mein Regiment, das glorreiche 23er Gebirgsjäger, nimmt am Angriff auf Siedlce teil. Ich bin äußerst stolz darauf, daß unsere Männer bereits am 16.9. in Bromberg und am 22.9. in Warschau das Siegesbanner aufziehen durften!!!
24.09.1939
Polnische Entlastungsangriffe bei Siedlce blutig abgewiesen. Suwalki vom SSIR8 unter schwersten Verlusten (500 Tote) erobert. Übergang des Pionierregiments 3 über den Narew südlich von Bialystok an Bunkerstellung gescheitert. Das 23er vernichtet 9 Kompanien des 11. Polnischen IR bei eigenen Verlusten von nur einer Kompanie. Nennung im Wehrmachtbericht! Sechs Artillerie- Regimenter zusätzlich in Richtung Bialystok unterwegs. Festung Brest vom OKH als letztes Ziel zugewiesen. Im südlichen Kampfraum gehen erste Regimenter nach Vernichtung des Feindes hinter die Demarkationslinie zurück. Die Luftwaffe beginnt ihrerseits mit der Verlegung der Einheiten in den Raum Siedlce.
25.09.1939
Das 23er erobert Siedelce! Wir haben sogar für die Vernichtung unseres vierten Regiments das EK II erhalten! Polnische Gegenangriffe auf Suwalki knapp abgewehrt. 1400 Mann Ausfälle an der gesamten HKL.
Brückenpioniere! Wir brauchen Brückenpioniere! Der gesamte Vormarsch stockt an Narew und Bug! Wir zahlen einen hohen Preis für die Auffrischung der angeschlagenen Einheiten! Grade die Ari braucht ewig, um in den Weiten des polnischen Raumes vorwärts zu kommen!
Fall Weiss Briefing 627.09.1939
Endlich sind die Brückenpioniere und die Ari da! Das 23. rückt zum Bug vor! Grodno gefallen! Byalistok kurz vor dem Fall!
29.09.1939
Byalistok erobert! Übergang über den Bug südlich Brest nach Ausschaltung der polnischen Artillerie gelungen! Polnische Armee nach schweren Kämpfen auf fünf Regimenter Flak, Ari und leichte Panzer zusammengeschmolzen. Schwere deutsche Verluste an Stukas durch polnische Flak. Rückzug hinter die Demarkationslinie auch im Norden begonnen. 300 Ausfälle. Schmeckt uns bitter, diese blutig erkämpften Gebiete dem Iwan, der vorgestern noch unser Feind war, einfach so zu überlassen!
1.10.1939
SONDERMELDUNG! POLEN HAT KAPITULIERT!!!
Nach dem Fall der Festung Brest hat die polnische Regierung kapituliert. Die Rückführung der Truppe hinter die Demarkationslinie wird zu einem Wettlauf mit der Zeit! Die letzten Kämpfe haben noch einmal 1000 Verluste gefordert.
Der gesamte Feldzug hat um die 5000 Gefallene und Tausende weiterer Verwundeter gefordert.
Ich hoffe, unsere Verluste werden entsprechen aufgefüllt.
Der Krieg, oder der Feldzug, war tatsächlich ganz anders, als ich es mir erwartet hatte, und eher so, wie Vater es mir prophezeit hat. Ich bin erst mal froh, weiter nix abgekriegt zu haben und die Hälfte meiner Männer durchgebracht zu haben. Oberstleutnant Gerstl ist befördert worden und ist jetzt Chef vom Regiment. Hauptmann Kühnhaupt befürchtet das schlimmste für uns. Ersatz wird erwartet. Ich spiele mit meinem Verwundetenabzeichen. Bin irgendwie stolz drauf! Muss einen Brief an meine Eltern schreiben.
Ich bin ehrlich gespannt, wie es mit uns weitergeht.

Unternehmen Weserübung

Bilder zu Weserübung2Skandinavien! Schnee! Eis! Wir müssen da rauf! Erstens liefern uns die Schweden wertvollste Erze, für unseren Panzerstahl, und aus Finnland kommt über dieselbe Route Nickel ins Reich. Zweitens sitzen da schon Briten und Franzosen, um eben diese Lieferungen abzuscheiden. Ich bin gespannt, ob die Nordländer uns mit Bierkrügen oder Steinwürfen empfangen werden. Immerhin bin ich jetzt Oberleutnant, befördert wegen besonderer Leistungen in zwei hochgeheimen Operationen in Finnland, die so geheim sind, daß ich es unter allen Umständen bei dieser Andeutung belassen muss. Auf jeden Fall habe ich bei der Anfahrt über die Nordsee unter Deck schon wieder meine Gebirgsjäger kotzen sehen wie die Weltmeister!
Schiffe und LKW sind nix für uns, wir brauchen nur unsere Bergschuhe und unsere treuen Muli!
Immerhin haben wir auch neue Panzer, die alten Blechbüchsen Marke II und I wurden durch Panzer III (Ausführung F) ausgetauscht. Außerdem haben wir jetzt auch ein paar Grenadier-Regimenter dabei!
Insgesamt sind wir 37 Regimenter und Staffeln, wir sollen aber später noch Verstärkung bekommen: Fallschirmjäger und schwere Marine-Einheiten ...
Meine Kampfgruppe, die KG Dietl, wird bei Trondheim landen, beschützt von einigen Einheiten der Kriegsmarine. Weitere Anlandungen werden bei Kristiansand, durch KG Greif, sowie zwischen Malmö und Göteborg und südlich Växjö stattfinden, durch die Hauptstreitmacht (Panzer-Korps Vogel), die sich später in zwei Flügel aufspalten wird, mit je zwei PzR.
Der Verrat der Schweden schmeckt doppelt bitter, da sie ja keinen Grund hätten, gegen uns zu kämpfen - oder doch? Aber das habe nicht ich zu entscheiden. Heute sind sie der Feind, morgen wer andrer.
Entscheidend werden die ersten Tage sein, in denen es uns gelingen muss, die Brückenköpfe zu sichern - und die wenigen Flugzeuge, die wir dafür zur Verfügung haben, müssen obendrein für ganz Schweden UND Norwegen reichen! Das riecht nach Schwierigkeiten. Heute ist der 15. März 1940, unser erster Kampftag im neuen Jahr. Ich bin ausgeruht und tatendurstig. Meine Eltern sind sehr stolz auf mich und ebenso besorgt: Auch einen Oberleutnant mit Verwundetenabzeichen kann es erwischen! Wird schon schiefgehen, solange Feldwebel Schweighofer bei mir ist, nicht wahr, Feldwebel? "Jawohl, Herr Oberleutnant! Solang i bei Ihna bin und i mein' Rosenkranz und mei Bier hob', wird uns scho' nix g'schehn!"
Ein Oberbayer müsste man sein! Mei! So ein G'miat! Aber jetzt heißt es in die Land
ungsboote! Unser neuer Kompaniechef ist Hauptmann Boxberg, ein strammer Parteigenosse, wie man hört. Der Kühnhaupt mag ihn gar nicht. Kühnhaupt ist ebenfalls befördert worden und ist jetzt als Oberstleutnant Kommandeur meines Bataillons. Ich bin gespannt, ob Oberst Gerstl uns in Norwegen verheizen wird, wie in Polen, als er das Regiment übernahm, nachdem der arme Würnbach sich wegen der Katastrophe bei Warschau erschossen hat!
15.03.1940
08.00 Uhr
Die Kriegsmarine beginnt mit dem Beschuss von Trondheim und dessen Flughafen. Hui, wie das donnert, wenn die ihre schweren Koffer übers Wasser schicken! Zwei Schlachtschiffe, dazu der Schwere Kreuzer Berglöwe und der leichte Kreuzer Werk. Es klingt fast wie Dampflokomotiven in steilem Gelände! Allerdings werden die Kameraden der anderen Feldpostnummer bald ebenfalls ein Wörtchen mitreden, fürchten wir alle. Hoffentlich sind wir da schon an Land, ansonsten gute Nacht, Anton! Volltreffer, versenkt! In dem saukalten Wasser! Brrrrrr!Bilder zu Weserübung3
12.00 Uhr
Die Anlandungen sind laut Oberstleutnant Kühnhaupt überall gelungen! Das heißt, überall bis auf hier - wegen einer Nebelsuppe ungeahnten Ausmaßes ist nur die erste Welle der KG Dietl an Land gegangen! Drei mickrige IR (SSIR38, die PioR47 und wir, GJR23), ein Regiment 10,5-cm-Ari und das SSPzR57. Wir müssen uns eingraben und den morgigen Tag abwarten. Da wir kein Feuer machen dürfen, wird das eine klamme, lange Nacht. Der arme Kühnhaupt wird heimlich rauchen müssen, vermutlich mit dem Mantel über den Kopf!! Hoffentlich erwischt ihn kein Scharfschütze!
16.00 Uhr
Wir haben den ersten feindlichen Gegenstoß glimpflich überstanden! Schweden und Norweger haben in erster Linie mit Kommando-Stoßtrupps unsere Artilleriestellungen infiltriert und gnadenlos unter den Bedienungsmannschaften gewütet. Am schlimmsten hat es ArR25, mit 40% Verluste und ArR27 bei Växjö, dessen Überlebende wurden sogar alle verschleppt! Wer weiß, ob wir die Kameraden jemals wiedersehen! Insgesamt aber hatten wir nur leichte Verluste: eine einzige Kompanie des FlaR8 unserer KG in Norwegen, während wir in Schweden 300 Pioniere, vier Batterien Artillerie, 200 Fallschirmjäger und einen Zerstörer verloren haben - der Feind dort hingegen 600 Mann Infanterie, eine ganze Staffel französischer Bomber und 60 Panzer. Wir in Trondheim haben zwei Flak-Batterien, 400 Mann Infanterie und 10 französische Jäger vernichtet. Nachdem wir den Rest unserer KG endlich an Land hatten (die 23er, StuGR Gift, IR48, GrR22, SSPz45 und 57, PzR46, FlaR59, AR37 und 64) gingen wir konzertiert vor und haben ohne Probleme und eigene Verluste die Trondheimer Besatzung (ein Regiment Flak, ein IR) vernichtet und Stadt wie Flugfeld besetzt. Sechs Kompanien Fallschirmjäger haben sich zu uns gerettet - ihre Transportmaschinen wurden knapp vor dem Flugfeld in Trondheim von einer Staffel norwegischer Doppeldecker überrascht und ziemlich auseinandergenommen. Wir vom 23er hingegen haben in einem Waldstück im Nordwesten von uns ein norwegisches IR gestellt. Die Kriegsmarine stellt grade die Zünder ein, möchte ich wetten. Bald gibt es Verpflegung! Dann stürmen wir!
18.00 Uhr
Unser Angriff war dank unserer Kollegen der Kriegsmarine ein voller Erfolg: Die Norweger lösten sich auf. Verschwanden zwischen den Bäumen. Schweighofer und seine Gruppe haben sich wieder besonders hervorgetan - und haben als Beute einen Welpen eingebracht! Wir haben es "Wolf" getauft - sein Besitzer kann nicht mehr auf das Hundchen schauen - womöglich wegen des dritten Auges, das ihm auf der Stirn gewachsen ist ...
Die Zerstörer-Flottillen Z1 und Z3 unter den Kapitänen Maho und Irrball, stellen bei letztem Büchsenlicht eine feindliche Z-Flottille und vernichten 9 der feindlichen Schiffe.
20.00 Uhr
Endlich weitere Nachrichten aus dem Süden! KG Greif hat ihr erstes Objektiv, Kristiansand samt Flughafen, erfolgreich genommen! Die Verteidiger sind schwer unter Druck!
Auch Dank der Schlachtschiff-Veteranen Kirchseestadt und Wildner, deren Granaten die Flak-Besatzungen in Oslo und die Küsten-Ari in Oscarsborg schwer in Bedrängnis bringen. Kühnhaupt berichtet mir von zwei SE-Staffeln Bf110 der Legion Condor, die überraschend und unter dem Kommando von Major Stahlmann in hübschem Tarnfleck tatkräftig zulangten.
Auch die Besatzung von Malmö ist schwer in Bedrängnis. Växjö ist gefallen, ebenso Vanersborg. Das belgische IR97 hat 70% der Mannschaften verloren, das französische PzR96 50%. Die gesamte KG Dietl wird, ohne auf uns zu warten, weiter auf der Straße nach Namsos ziehen, wo ebenfalls ein Flugfeld darauf wartet, den Besitzer zu wechseln.
Ich habe heute Post von daheim bekommen! Die Alten freuen sich über meine Beförderung wie die Schneekönige! Vater schreibt, er liest jetzt jeden Tag die Zeitung und hört am Abend Radio! Er weiß besser als ich, wo wir grade sind! Mutter hingegen hat – plötzlich – keine Angst mehr, schreibt sie, und legt dem Brief 10 Reichsmark bei- als ob ich hier irgendwo Zuckerwatte oder Kokos-Makronen kaufen könnte! Muttchen, Muttchen, wie sehr ich dich vermisse! Dich, und Vater, und Irene, grüßt sie schön von mir, und Rosenheim, die Glocken der Spitalskirche von St. Joseph, die vermisse ich auch, ebenso wie die Creme-Schnitten im Park-Salon, und erst die frischen Weißwürste mit Brezel und Maß, am Samstagmorgen beim Duschl- Bräu! Aber das kann ich euch nicht schreiben, sonst macht ihr euch am Ende noch Sorgen! Und ich - Ich weiß nicht - Sorgen? Im Krieg? Da könnte ich mich gleich selber totschießen! Und das geht nicht! Ist schon schwer genug für mich, als Christen, andere Menschen auf Befehl zu erschießen - ich habe es noch nicht tun müssen, bisher, und ich bin nicht sicher, wie ich danach damit umgehen werde!
Während es im Polenfeldzug noch langsam herging, mit den Orden und Nennungen im WH-Bericht, so wurden heute das FlakR59 und das IR52 kollektiv mit dem EK II ausgezeichnet. Ich wundere mich. Aber Schweighofer meint, er habe schon Pferde kotzen sehen. Und wo, wollte ich wissen? "Na, auf der Wies'n, natürlich, Herr Oberleutnant! Beim Oktoberfest!" "Ja, haben Sie denn einem Pferd Bier zum Saufen gegeben, Schweighofer?!" "Naa, i do net, Herr Oberleutnant, oba a Spezi von mia, der Huber-Hias! Nachernd haben's eahm, ja die Bierkutscher halt, ordentlich ein paar Brade aufg'legt!" "Na, dann passen Sie auf, daß Ihr Hündchen Sie nicht ebenfalls in die Bredouille bringt, verstanden?!" "Jawoll, Herr Oberleutnant!"
Seit Beginn der Kämpfe in Skandinavien haben wir 2100 Ausfälle bei Heer, 30 bei der Luftwaffe, sowie zwei versenkte Zerstörer der Flottille Z 202. Hoffen wir für morgen weiter das Beste!
16.3.1940
14.00 Uhr.
Schwere Luftangriffe auf die Ari! Britische Blenheims bombardieren Trondheim und die ganze KG Dietl entlang der Straße nach Namsos! 30 Panzer des SSPzR45 gehen verloren, dazu 3 Batterien Artillerie, 3 U-Boote und 2 Zerstörer. Das französische PzR30 verlegt uns südlich der Brücke von Namsos den Weg. Nach Beschuss durch Marine schlägt das PzR46 die französischen Souma zurück, und zerstört dabei ohne eigene Verluste 70 feindliche Panzer.
Die Luftwaffe kommt wieder rein. Manche Staffel ist ganz schön zerzaust. Insgesamt verlieren wir sechs Emils über Oslo. Malmö wird belagert. Das PzR Condor schießt nach Marine-Unterstützung insgesamt 80% eines schwedischen Pak-Regiments ab.
Die Kämpfe ebben schließlich ab. Wir bereiten unser Biwak vor.
17.3.1940
08.00 Uhr
Seit Morgengrauen schwere Kämpfe im Raum Oslo; IR79, ArR8 und PzR53 belagern Göteborg. Heftige See-Luft-Duelle über dem Kalmarsund! Neun Zerstörer der Z-Flottille Dimp versenkt, der Leichte Kreuzer Soldberg verliert 40% der Mannschaft. Oberstleutnant Kühnhaupt raucht mittlerweile Kette und hat Augenringe von da bis nach Straubing! Mit dem neuen Kompaniechef Boxberg werde ich leider nicht warm, alles, was recht ist, aber der oberkorrekte Nazi-Sau-Preuß hätte nix verloren, bei uns, den Gebirgsjägern!! Soll ein Schatzerl sein, vom Dietl, der ja leider auch ein Nazi ist! Da kann ich jetzt nichts machen, aber vielleicht fällt er ja bald, der Boxberg! Beliebt macht er sich mit seinem nassforschen Gered' im 23er sicher nicht!
Bei uns in Norwegen geht es flott voran, immer noch auf dieser engen, haarnadelkurvigen Miststraße voller Brücklein und Flüsschen und morschen Geländern über Abgründen - diese Kotzstraße nach Namsos! Was ist das überhaupt für ein Name, für einen skandinavischen Ort? Das klingt doch viel mehr nach Griechenland! Griechenland ... Studienrat Müller, mit seiner Halbglatze und seinem blöden Aischylos! Gefesselter Prometheus! Meine Herren, den würd' ich jetzt gern hier sehen, den Müller, mit seiner Wampe im Dreck! Griechenland! Urlaub mit Irene am Mittelmeer! Ein Ouzo in Athen, ein Souvlaki auf Kreta! Ob ich da je hinkommen werde? Egal, ich muss wie meine Männer – kotzen!
Oberfeldwebel Klein vom PzR46 hat für den Abschuß von vier (!) Feindpanzern südlich der Brücke über den Namsen auf der verfluchten Straße nach Namsos das EK II bekommen! SSPzR57 sowie SSIR38 haben ein aufgesessenes britisches IR in einer Schlucht, bei einem Bachbett, überrascht und sie in ihren Bren-Transportfahrzeugen bis zum letzten Mann vernichtet! Der Idiot Boxberg meint dazu, nur politische Soldaten hätten die nötige Überzeugung, keine Gefangenen zu machen! Wie krank muss der sein, so einen Kampf von einem Kampf nachträglich in ein Kriegsverbrechen umzumünzen? Na, ich bin mir sicher, für den Führer spricht der nicht! Der war ja selber Soldat! Der würde das doch nie gutheißen! Ich muss mit Kühnhaupt darüber reden! Und auf dich, liebes Tagebuch, muss ich ab jetzt sehr gut aufpassen! Außerdem ist das Wetter mies und soll so bleiben. Wir bleiben wohl erst mal hier.
18.03.1940
08.00 Uhr
Das OKW muss sich bald was einfallen lassen, mit unseren Panzern! Denn der Gegner hat beim gestrigen Gegenstoß fast AUSSCHLIESSLICH Panzer angegriffen! Und ziemlich malträtiert! Als ob sie es gewusst hätten!
Klar, SSPzR57 hat sich selbst in einer Schlucht überraschen lassen, das stimmt! Und in der Offiziersbesprechung wurde auch darauf hingewiesen, die schlimmsten Verluste, nämlich 40 von 50 Panzern, waren von Bombern verursacht worden, aber nur 10 Panzer von feindlichen Renault R35. Als ich Oberst Gerstl darauf hinwies, dass die früher mal schlechte Autos gebaut hätten, brüllte der mich an, was ich denn damit sagen wolle. Als ich ihm antwortete, daß die französischen Panzer dann im Allgemeinen vermutlich schlechte Getriebe hätten, und die Frontpanzerung von abgeschossenen Renault in Polen im Besonderen mir nicht imponiert hatte, war er plötzlich hellwach! "Jaaa?" "Ergebenst, dann wird auch unseren Panzern eine dickere Frontpanzerung gut tun, und vor allem ein weniger kompliziertes Getriebe, Herr Oberst!"
Sein IO war dann reingekommen und hatte gemeldet, KG Dietl meldet den Verlust von 80 Panzern bei PzR46, sowie 50 Panzer bei SSPzR57. So schnell kann es gehen! Denn bei PzR46 waren die meisten Verluste durch feindliche Infanterie entstanden- danach erst durch die verfluchten Doppeldecker, die schon gestern die Fallschirmjäger zerlegt haben! Gerstl hat Jägerunterstützung angefordert. Er bekommt eine Staffel Emils, immerhin! Und will sich in nächster Zeit mal mit mir unterhalten, sagt er.
Nachdem die Panzer unserer KG außer Gefecht sind, und unsere Ari wegen der Luftangriffe nicht aufgeprotzt fahren kann, müssen wir Fußvolk den Gegenstoß alleine führen! Nur StuGR Gift kämpft mit, ist aber gleich liegen geblieben, das französische IR53 war im Wald praktisch unverwundbar. Wir werden Steilfeuer durch die Schlachtschiffe anfordern. Geht schon los!
SCHSCHSCHSCHSCH-BUUUUUUMMM! SCHSCHSCHSCHSCH-BUUUUUUMMM! SCHSCHSCHSCHSCH-BUUUUUUMMM! Tja, ohne die Marine wären wir hier verloren! Denn die Jungs in Blau haben ganze sechs Kompanien weggeblasen! Jetzt drauf! Das war's! IR55 (fr.) vernichtet! Trotzdem gräbt KG Dietl sich quer zum Fluss Namsen ein, bis die Ari heran ist. Keine Verluste!
Die Zerstörer und Panzer von werden zur Auffrischung aus der Linie genommen.
In Schweden geht es "voran". KG Greif gräbt sich rund um den Flughafen von Oslo zur Auffrischung ein, die Kameraden vom GJR20 übernehmen dabei die Seitensicherung gegen Norden. Ihnen gegenüber liegt ein Regiment norwegischer Gebirgsjäger - das kann noch heiter werden! Der linke Flügel von KG Vogel nimmt Göteborg - dann graben sich FJR8 und PzR50 ein. Der rechte Flügel der KG Vogel hat ein schwedisches Jägerregiment gestellt. Das PzR53 gräbt sich ein. Ebenso bei Malmö IR18 und ArR8- bei dem Wetter ist's am besten Verpflegung fassen, Kräfte auffrischen und die Flinten putzen! U-Flottille 5 hat 10 Leichte Kreuzer der Schweden versenkt und dabei nur drei eigene Boote verloren!
Einzig die Brückenbauer vom PioR58 brausen frisch und munter aufgesessen in den Rücken von PzR Condor, das ebenfalls auf Nachschub an Munition und Treibstoff wartet. Auch die Werften in Kopenhagen, Malmö, Trondheim und Oslo haben die nächsten Wochen und Monate gut zu tun!
Die Luftwaffe nimmt ebenfalls das Sauwetter wie wir zum Anlass, Klarschiff zu machen. Die Schwere Gruppe um die Wildner und Kirchseestadt ist in Richtung Süden in See gestochen, mit Ziel Stockholm! Alle weiteren deutschen Operationen ruhen, bis wir wieder Luft- und Artillerieunterstützung haben. Oberst Gerstl und Oberstleutnant Kühnhaupt finden das fein, nur Boxberg will unser Bataillon exerzieren lassen, damit wir "In Schuß bleiben!" Der Sau-Preuß! Dem pflücke ich bestimmt keine Erdbeeren im Walde! Der Kühnhaupt hat das dann ausgebügelt, aber das schmeckt den Männern trotzdem bitter. Insgesamt haben wir in Schweden heute weitere 500 Mann verloren. Uns fast ohne Ari und Flugzeuge bei so langen Nachschubwegen in so eine unwirtliche Gegend zu schicken, ist wohl die größte Eselei des OKH bisher!!! Und wir können's ausbaden. Wir! Wir Stoppelhopser haben halt keine roten Biesen an den Hosen!
17.03.1940
Major Bruckner von der Jägerstaffel 65 hat für den Abschuss von 5 Blenheim-Bombern im Norden von Karlstad das EK I bekommen! Die herbei gefunkten zwei Staffeln von Major Stahlmann haben den Tommies dann den Rest gegeben! Dafür sind beim rechten Flügel von KG Vogel 600 SE-Pioniere gefallen, beim Versuch, die eingegrabenen Schweden-Jäger auszuräuchern! Grenadierregiment 23 kam zu spät! Auch Stuka- Staffel 72 wird erst jetzt nach Växjö verlegt! Warum der Oberst der Pioniere nicht warten wollte, ist mir schleierhaft! Jedenfalls halten wir jetzt im Süden eine Linie, die von Oslo im Nordwesten bis Göteborg führt, dann der Straße nach Vanersborg folgt, wo sie einen scharfen Knick nach Süden, Richtung Vajk, macht, um dann wieder steil nach Norden zu führen, wo tatsächlich KG Vogel die Landenge in Smaaland zwischen dem Bolmensee und der Ostsee sichert und gleichzeitig Stockholm bedroht. Vor Karlstad hat der Feind tief gestaffelte Befestigungsgürtel angelegt.
Die ganze Sumpfgegend zwischen den linken Spitzen von KG Vogel und Karlstad ist hingegen Niemandsland. Nichts als Schlamm, Schnaken, Elche.
In Norwegen kommen wir gut voran! Wir vernichten am Ufer des Namsen ein Regiment britischer leichter Vickers-Panzer, die frisch eingetroffene Jagdstaffel Condor fängt die Norweger über Trondheim ab, dem StuG-Regiment Gift gelingt aus eigner Kraft der Übergang über den Namsen, und die Marine im Norden hält die englische schwere IR auf dem Flugfeld von Namsos ganz famos nieder! Unsere Ari ist endlich heran und wird wohl morgen eingreifen können!
18.03.1940
08.00 Uhr
Es gießt wie aus Kübeln! Die Tommies schicken dennoch ihr Regiment Schwere Infanterie rüber - die Kerls werden entlang der gesamten Linie aufgerieben! Ja, es ist echt was los, am Namsen! Die Luftwaffe hat beim Reinkommen sogar zwei leichte englische PzR entdeckt, die sich auf Schleichwegen bis in unmittelbare Nähe von Trondheim geschmuggelt haben! Unsre SSPzR45 und 57 und die Marine sind schon unterwegs, um dieses Manöver zu vereiteln! Wir sichern die rechte Flanke unserer KG- auch uns liegt ein GJR gegenüber! Ansonsten - nur Schlamm! Die ganze Offensive im Süden steckt in Schlamm fest! Der Schweighofer macht derweil alle mit seinem Hundchen wahnsinnig - aber von den Männern mag sich's keiner mit einem bärbeißigen Zwei- Meter-Hünen verscherzen - außerdem ist unser Maskottchen ja wirklich ein netter Anblick in dieser modrigen Misere! Dennoch - wir verlieren Zeit, zumal uns die Wetterfrösche für morgen ebenfalls Regen voraussagen! Wie soll in Schweden etwa unsere bespannte Ari, die noch vor Malmö und Göteborg liegt, die Belagerung von Karlstad unterstützen, die der gute Gerstl uns grade verkündet hat? Als einziger behält Kühnhaupt die Nerven. Er hat unsere Unterstände kontrolliert, jetzt liegt er auf dem Feldbett und qualmt, ansonsten lässt er uns einfach in Ruhe! Gerstl studiert Taktik-Handbücher, Boxberg, so höre ich, rasiert sich zwei Mal am Tag und liest dazwischen den Völkischen Beobachter.
Aber er will niemanden mehr pumpen lassen. Die Wildner und die Kirchseestadt versenken östlich Malmös eine feindliche Z-Flottille.
19.03.1940
08.00 Uhr
Famos! Zumindest StuR Gift, das den Gegenangriff der Briten blutig abwies- 10 unserer StuGs, gegen 7 Batterien schwedische Artillerie und 30 französische R35! In jeder Division sollte es 2 Regimenter StuGs geben! Unser eigener Gegenstoß wird aber sicher noch teurer, für sie! ArR37 und 64 eröffnen das Feuer. Der Tod heult in 10,5-cm- Granaten dem Gegner entgegen- dann kommen die StuGs! Wie wütende Kaffernbüffel schnauben sie dem Feind in die Parade - und 50 R35 lösen sich zu Schrott auf! Die Sturmgeschütze stürmen weiter und bedrohen ein leichtes FlaR in der Flanke. GrR28 und SSIR38 nehmen entlang des Namsen die letzten 20 R35 in die Zange und knacken die stählernen Wanzen!
Dann kam der Befehl an uns - norwegische GBJ aus einem dichten Wald vertreiben - zum Preis von 200 Mann, übers Regiment verteilt! PioR47 hat ihnen dann den Rest gegeben. Zumindest bei mir hat's 10 Ausfälle gegeben! Schweighofer ist nicht dabei! Und auch nicht sein Hund, Gott sei Dank! Der ist wirklich so was wie ein Maskottchen geworden! Im Fjord von Trondheim begrüßt die Kriegsmarine feindliche Panzer mit Stahl aus allen Rohren. Nachdem die Tanks ohne Sprit liegen geblieben sind, werden sie zur leichten Beute für die SSPzR55 und 57, die bei eigenen Verlusten von 10 Panzern 70 Hotchkiss H35 abschießen. Den Rest von 30 Panzern erledigten soeben die Condor- Emils. Dabei bestätigten sie erneuten Sichtkontakt mit weiteren Feindpanzern. Ob das Franzosen sind? AR37 schließt hinter die Pioniere auf, der Übergang nördlich des Namsen hat sich zu einem unerwarteten Durchbruch Richtung Namsos entwickelt! Sobald die Schlachtschiffe wieder da sind, meint der Kühnhaupt, gehen wir mit Macht auch über die Brücke des Namsen vor'- die Grenadiere sollten das abkönnen! Zumal die englischen Vickers ja zuvor schwere Kost geboten kriegen! Außerdem haben wir uns ja mittlerweile an Infanterie lokal die dreifache Übermacht erkämpft. Nördlich Oslo schiebt sich die linke Flanke von KG Greif weiter Richtung Kil vor, während im Süden von Karlstad die Ari sich auf die eingegrabene Infanterie einschießt - ob's da wohl bald einen Angriff geben wird? Und wirklich! IR 52 und 79 greifen an! Ohne besonderen Erfolg!
Luftwaffe greift ein! Unsere Piloten vernichten eine ganze Staffel Blenheim, 30 Paks, 6 U-Boote, ansonsten - ansonsten erholen wir uns erst mal.
14.00 Uhr
Schlamm in ganz Skandinavien! Ich habe schon drei Fälle von Lungenentzündung pro Zug! StuGR Gift hat im letzten Gefecht 70 Kampfwagen verloren und kommt zurück nach Trondheim! Beim Übergang über den Namsen überrascht eine Sturzflut IR48, GR22 und FJR2- unsere Jungs können das Steilufer nicht überwinden! AR37 verliert 2 Batterien. Das gibt eine Katastrophe! Ein bitteres Panzergefecht im Süden von Trondheim kostet uns 40 Panzer, den Feind 90 R35. Feindflieger über uns! Den ganzen Tag schon kreisen über unseren Köpfen die französischen Potez-Zerstörer auf der Suche nach Beute! Das macht uns unter den karg belaubten Bäumen recht nervös! Schweighofer fragt sich, ob so ein Krieg wirklich ein gutes Zuhause für einen kleinen Hund sei. Hauptmann Boxberg, der die Frage mithört, strahlt den Feldwebel an: "Fragen Sie mal den Alten Fritz, der hätte das schon gewusst!" Fragzeichen in den Augen meiner Männer. Noch.
Im Süden betragen unsere Verluste weitere 400 Mann und 20 Panzer. Der Hafen von Trondheim ist laut Kühnhaupt ein einziges Chaos an Nachschubtruppen, Verwundeten-Transporten, Reparatur-Trupps aller
Waffengattungen, Flak-Batterien, Feldpoststellen, Stäben, Soldatenheimen - da ein ordentlicher Luftschlag rein, und wir können einpacken! Oder ein großer Angriff der Royal Navy, mit demselben Effekt! Warum kommen die nicht? Die haben Angst vor der Luftwaffe- und unseren dicken Pötten! Bei Karlstad Kämpfe in den Außenbezirken, Feind hat bei Vorstößen aus seinen befestigten Stellungen heraus hohe Verluste. Es muss also auch bei denen Holzköppe geben! Die ollen Schweden verlieren auch das Grabenstück im Süden von Karlstad, zusätzlich zu den 15 Kompanien Infanterie - für nichts! Arme Kerle!
20.03.1940
08.00 Uhr
Bilder zu Weserübung4War eine schlimme Nacht! Es regnet noch immer, wir haben ein einziges Seuchenlager im Quartier!
Selbst der Hund vom Schweighofer niest! Staupe? Boxberg hat gedroht, er knallt die Töle persönlich ab, wenn der Hund die Staupe hat! Schweighofer hat nur genickt. Und erwidert, das Abknallen von räudigen Kötern übernähme er gerne persönlich, Herr Hauptmann, gelt?! Die waren beide WEISS im Gesicht, und wer weiß, was passiert wäre, wäre nicht Oberstleutnant Kühnhaupt vorbeigeschneit gekommen -Der hat gemeint: Der Hund hebt die Moral der Truppe, Herr Hauptmann! Oberarzt Schwabinger vom Regiments-Tross wird ihn impfen, und damit hat es sich's, nicht wahr? Der baldige Oberfeldwebel Schweighofer ist einer der besten Männer in Ihrer Kompanie, und mit seinem Maschinengewehrzug ein Fels in der Brandung! Ich habe ihn außerdem zum EK I eingereicht. Sie werden ihn noch gut brauchen können! Schweighofer trug plötzlich wieder sein breites Grinsen im schlecht rasierten breiten Bauerngesicht - Hauptmann Boxberg hingegen war hingegen eine Vogelspinne mit Gelbsucht.
14.00 Uhr
Uns ist der verdammte Übergang endlich (und ehrlich: irgendwie) gelungen! SSIR38 ist nach Schiffsartillerievorbereitung zwischen zwei feindlichen IR durchgeschlüpft und hat aus der Flanke kommend ein feindliches ArR vernichtet, welches den Flughafen von Namsos deckte - Die Truppen in der Namsen- Schlucht konnten endlich das Steilufer bezwingen und den Flughafen kampflos besetzen - ehe wieder alles im Matsch versank. Der Feind hält Stadt und Hafen von Namsos, starke Reste eines GJR halten östlich der Stadt eine Hügelkette besetzt. StuGR Gift in Trondheim eingelangt
PzR Condor gelingt in kühnem Manöver, die Bahnlinie und Straße aus Karlstad heraus abzuschneiden, und deckt die Brücken über den Klarälven. Die Stadt ist dadurch von Rest-Schweden abgeschnitten. Ich wette, in Stockholm verheizen grade eine Menge Diplomaten eine Menge undiplomatischer Geheimnisse!
Die erste Schlacht von Karlstad! In Sichtweite der freigekämpften Stadt bleibt auch dieser Angriff im Schlamm stecken. Das lohnt doch die 1.200 Mann Verlust von heute, nicht wahr? GrR63 stürmt Kil und verliert dabei drei Kompanien! IR62 verliert bei der Rückeroberung des Grabenabschnitts Süd weitere 400 Mann und den größten Teil des Nachschubs! SE-PioR1 will die Südstadt von Stockholm stürmen und wird stattdessen von einem IR aus Belgien zusammengeschossen - 500 Mann weg!
Wir können von Glück sagen, dass Schweden ein eher kleines Land ist, und nicht Monate lang in Herbstregen absäuft wie ... wie ..."Wie Rußland, Herr Oberleutnant?!" Ich musste da schon laut lachen! Russland? Schweighofer, Sie Scherzbold! Die Russen sind unsere Verbündeten, schon vergessen? Die liefern uns Unmengen an Korn und Öl, Baumwolle und Dünger! Und 100.000 Tonnen Chrom! Wir brauchen das Zeug ja für den Krieg, Schweighofer, nicht wahr, für die Rüstung, den Lebensraum, Sie haben ja Ihre Lehrgänge besucht, nicht wahr? Der ernste Blick vom Schweighofer gefällt mir jetzt aber nicht besonders, nicht wahr? Ein Krieg mit Russland wäre Wahnsinn, nicht wahr? "Kruzitürken, woll'mas hoffen, dass net, Herr Oberleutnant! Weil dös Land is ja in Russland fei RIESENGROSS!!!"
21.03.1940
08.00 Uhr
Frühlingsbeginn! Aber nicht nur wir freuen uns übers gute Wetter! Der Hund von Schweighofer ist der erste, der etwas hört. Wir haben eine Hügelkette in der Nähe der Bahntrasse nach Orden gesichert. Das Hündchen fängt mit einem Mal an, zu wimmern und zu kläffen, so gut ein Welpe das halt kann. Wer das Brummen dann als nächstes gehört hat, weiß ich nicht. Aber es gab kurz drauf Fliegeralarm. Dann kommen sie schon aus der Sonne über den Gebirgskamm im Süden von uns - es müssen knapp 100 feindliche Flugzeuge sein - Bomber, Jäger, Jabos - was das Herz begehrt. Ich habe noch nie so viele Flugzeuge auf einen Haufen gesehen! Der arme Hund wimmert. Schweighofer steckt das zitternde Tier behutsam in seinen Rucksack und schultert seine Waffe. Unsere 30 Emils mussten jetzt aber zeigen, was sie können. Auf die Bomber! 16 schießen wir ab, verlieren dabei 3 Emils und 2 Bf110. Die Marine ist stante pede auf die offene See gedampft!
Die zweite Schlacht von Karlstadt kostet 900 Mann auf jeder Seite das Leben. Wir erobern die Erdwerke und den Flughafen. Die Stadt selbst wird belagert, und von einem IR gehalten. Da muss die Ari ran! Was das wieder Zeit kostet! Belgier. Oberst Gerstl hat gesagt, die Kampfkraft der Belgier in Schweden wird gering sein - wir sollten uns auf massive Gefangenenzahlen gefasst machen.
14.00 Uhr
SONDERMELDUNG! STOCKHOLM GEFALLEN!
Nach einem Feuerüberfall der Kriegsmarine früh am Morgen gelang es, die feindliche Ari auszuschalten. Lediglich die Nordstadt und der Hafen werden von belgischer Ari in englischen Diensten gehalten - ein Nahkampf-Jausengegner für uns! IR48 und SSIR37 erobern eine wichtige Straßenkreuzung. PzR Condor besetzt kampflos Falun. Die dritte Schlacht von Karlstad endet mit der Eroberung der Stadt durch GJR20! Luftschlacht von Namsos kostet die Alliierten FAST ALLE MASCHINEN. Nur2 Doppeldecker entkommen.
Ruhetag für die schwer angeschlagene Truppe! Einzig die intakten Einheiten strömen ins nunmehr offene schwedische Hinterland. Wir 23er sollen über die Berge fahren und Edsbyn besetzen, ehe wir uns zu den anderen GJ bei Karlstad begeben sollen. Abschied von KG Dietl! Zum ersten Mal, seit wir in Skandinavien gelandet sind, gehen die Dinge nach Plan! Das scheint auch das OKH endlich zu kapieren - jedenfalls sind insgesamt 6 Einheiten unsrer Armee Nord im Wehrmachtsbericht genannt worden, nämlich SSPzR40, IR26, SSIR38, PioR22, SSPzR57 und die Jagdstaffel Condor! Hitler hat befohlen, nach Abschluss dieses Feldzuges die Ehrenzeichen der gesamten Armee durchzählen und veröffentlichen zu lassen. Diese erste Woche des Nordland-Feldzugs hat es ordentlich in sich gehabt.

 

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