World of Tanks - Eine kurze Beschreibung vom Schlachtgetümmel

World of Tanks ist ein MMOG (Massen- Mehrspieler-Online-Gemeinschaftsspiel), welches in der Zeit des 2. Weltkriegs und der frühen Nachkriegsjahre angesiedelt ist. Das Spiel wurde entwickelt vom weißrussischen Entwickler Wargaming.net (WG).

 

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In World of Tanks gibt es 5 Panzerklassen:

- Leichte Panzer (Lights)
- Mittlere Panzer (Mediums)
- Schwere Panzer (Heavies)
- Jagdpanzer (Tankdestroyers/TDs)
- Artillerie (Artillery/Artys)

garage überblickJeder dieser Klassen kommt auf dem Schlachtfeld eine andere Aufgabe zu. Innerhalb dieser Klassen gibt es allerdings teils erhebliche Unterschiede zwischen den Fahrzeugen, so dass die Übergänge oftmals fließend sind. Die Aufgabe der Artillerie ist dabei am engsten gefasst: Sie unterstützt den eigenen Angriff bzw. die Verteidigung durch teils verheerendes Feuer. Daneben versucht sie, in Zusammenarbeit mit den eigenen Scouts, die gegnerische Artillerie aus dem Spiel zu nehmen, indem sie sozusagen countert und so indirekt dem eigenen Team zu helfen. Unumgänglich hierfür sind Aufklärer, welche die gegnerischen Fahrzeuge aufdecken. Diese Aufgabe fällt meist den Leichten Panzern zu. Sie begeben sich an strategische Positionen, vermeiden Bewegungen und Feuergefechte, um selbst nicht entdeckt zu werden, und klären den Feind somit passiv auf. Wenn das Fahrzeug schnell und wendig ist, kann man dies auch nutzen, um den Gegner aus der Bewegung heraus aufzudecken und sich rechtzeitig wieder in Sicherheit zu bringen. Situationsbedingt kann diese Aufgabe auch von mittleren Panzern wahrgenommen werden.fahrzeugforschung
Die Mittleren Panzer sind zum Teil ebenfalls sehr schnell und wendig, werden jedoch einfacher entdeckt. Üblicherweise nutzen sie ihre Geschwindigkeit daher nicht vorrangig zur Aufklärung, sondern besetzen möglichst früh strategische Positionen, von denen aus sie das Gefecht führen. Panzerung und Bewaffnung sind zwar besser als bei leichten Panzern, jedoch können auch sie nicht das Hauptgefecht liefern. Ihr Vorteil ist die Mischung, so dass sie sich sehr gut für Flankierungsmanöver eignen. Die Hauptlast des Gefechts tragen üblicherweise die Schweren Panzer. Wie der Name vermuten lässt, sind die Schweren Panzer mehr oder weniger schwer gepanzert und können folglich auch am meisten einstecken. Dies und die gute Bewaffnung wird jedoch mit einer teilweise sehr geringen Geschwindigkeit erkauft, was sie wiederum anfällig gegenüber Artilleriefeuer macht.
Panzerjäger bzw. Jagdpanzer unterstützen das eigene Team aus dem Hintergrund und versuchen, dabei möglichst lange unentdeckt zu bleiben. Um effektiv aus der zweiten oder dritten Reihe wirken zu können, sind sie mit der besten Bewaffnung ausgestattet. Dafür fehlt es ihnen an Panzerung und/oder Mobilität und/oder einem drehbarem Turm, was sie empfindlich gegenüber Flankierungsmanöver und natürlich Artillerie macht. Wie ein Panzer im einzelnen zu fahren ist, hängt allerdings von vielen Faktoren ab: Welchen Panzer habe ich? Denn nur weil man auf dem Papier einen schweren Panzer besitzt, heißt das nicht, dass dieser auch für den Kampf in der ersten Reihe wirklich geeignet ist. Auf welcher Karte befinde ich mich, wo kann ich die Vorteile meines Panzers optimal nutzen, wo fallen seine Schwächen nicht zu sehr ins Gewicht? Welche Gegner erwarten mich und wie werden sie sich positionieren? Ganz grob umschrieben, gibt es in dem Spiel nur ein Ziel: Vernichte oder beschädige soviele gegnerische Panzer wie Du kannst - vermeide weitestgehend eigenen Schaden oder gar Deine Vernichtung. Nach diesem Prinzip richtet sich auch das "Belohnunssystem" in World of Tanks nach dem Ende einer jeden Runde. Je mehr Schaden man verursacht hat, umso mehr Credits (Spielwährung) und Erfahrungspunkte erhält man. Je weniger Schaden man erlitten hat, umso geringer sind die Reperatur- und Verbrauchsmaterialkosten. Die Erfahrung wird dann in die Erforschung neuer Panzer und/ oder Panzermodule investiert, während man mit den Credits neue Panzer, die Ausrüstung der Panzer mit Standardmodulen, -munition und -verbrauchsmaterialien sowie einen Teil der Ausbildung seiner Panzerbesatzungen finanziert. Für bestimmte Premiuminhalte können ebenfalls Credits investiert werden, was derzeit allerdings auf Munition beschränkt ist. Die übrigen Premiuminhalte müssen mit Gold erworben werden, welches man käuflich bei Wargaming erwerben kann. Von diesen rudimentären Zielen abgesehen, entscheidet natürlich der jeweilige Spielmodus über das jeweilige Spielziel, wobei entweder beide Seiten eine Basis haben (Standardgefecht), die es zu verteidigen/erobern gilt, oder nur eine Seite eine Basis hat, welche die andere Seite angreifen/erobern muss (Angriff), oder auf dem Spielfeld eine einzelne neutrale Basis existiert, welche beide Seiten erobern müssen (Begegnungsgefecht). Unabhängig vom Spielmodus endet aber jede Runde, sobald alle Panzer mindestens einer Seite vernichtet wurden.
shot 009Für den einen oder anderen Spieler ist es auch ein Ziel, möglichst gute Statistiken und/oder möglichst viele Auszeichnungen bei World of Tanks zu erspielen, welche im "Wehrpass" (aufrufbar in der Garage) recht umfangreich dokumentiert werden. Eine Besonderheit von World of Tanks ist die relativ hohe Modbarkeit. Wargaming lässt den Spielern/Moddern hier fast völlig frei Hand, so dass über die Jahre eine Vielzahl an Modifikationen der GUI mit verschiedensten Schwerpunkten entstanden sind. Auch Änderungen des Aussehens der Panzer (Skins), der Garage, des Sounds, usw. sind weit verbreitet. Einzig Modifikationen, welche die Schlupflöcher der Engine ausnutzen, sind verboten und die Nutzung wird entsprechend geahndet. Mit dem letzten Patch würde diesbezüglich auch das Zug-/Kompaniesystem geändert: Nun können auch Spieler ohne Premiumaccount Kompanien bzw. Züge mit 3 Fahrern eröffnen. Als Zug nimmt man zu zweit oder zu dritt an den normalen Zufallsgefechten teil. Man hat nun den Vorteil, dass man sich auf seine Mitfahrer eher verlassen kann, sich einfacher absprechen kann und somit die Siegchancen gegenüber den übrigen, allein operierenden Spielern (leicht) erhöht sind. shot 026Kompanien funktionieren etwas anders, da man hier nur gegen gleichwertige Kompanien antritt. Je nach Klasse der Kompanie kann eine bestimmte Anzahl an Fahrzeugen bis zu einer bestimmten Stufe mitgenommen werden - jedoch nie mehr als 15. So kann man sich wahlweise mit den ganz kleinen Panzern (bis Stufe IV) bis hin zu den ganz großen (Stufe X) mit anderen Kompanien messen. Der Reiz ist der, dass es hier noch mehr als in Zufallsgefechten auf Teamplay und taktisches Geschick ankommt. Bis zu einem gewissen Grad kann man sich jedoch Vorteile erkaufen: Wie bei den meisten Free-2-Play-Spielen bietet auch World of Tanks bestimmte Inhalte für Geld an. Dabei erwirbt man z. B. über PayPal oder per Kreditkarte Gold, welches dann ingame als Währung für Premiuminhalte zur Verfügung steht. Elementarer Vorteil aller Premiumeinheiten ist zunächst das gesteigerte Creditseinkommen und eine zu 100% grundausgebildete Besatzung. Ferner können auf Premiumeinheiten sämtliche Besatzungen des gleichen Typs (Heavy-, Medium-, Lighttank, Tankdestroyer und Artillery) ohne Umschulung ausgebildet werden. Diese Besatzungen erhalten auf der Premiumeinheit also keinen Malus, sollten sie auf einem anderen Panzer "eingewiesen" sein. Die leistungsfähigere Premiummunition - auch Goldmunition genannt - oder verbesserte Verbrauchsgüter (wie bspw. die verbesserte Ersatzteilkiste) sind mittlerweile auch für Credits erhältlich. Damit wollte WG dem sogenannten "Pay-to-win" entgegenwirken. Im Allgemeinen kann man sagen, dass Premiuminhalte, welche es nur für Gold zu kaufen gibt, ein Vorankommen im Spiel zwar beschleunigen, jedoch keine direkten Vorteile (mehr) im Gefecht liefern. Ein Nachteil aller Premiumeinheiten ist der, dass es sich bereits um voll erforschte Fahrzeuge handelt, welche also nicht durch Erforschung anderer Module und/ oder Waffensysteme individuell verbessert werden können - es erfolgt also praktisch keine "Evolution". Dabei gilt anzumerken, dass eine Premiumeinheit bis heute nie der stärkste Panzer in seinem Typ und Tier (Tier = Fahrzeugentwicklungsstufe/-klasse von 1 bis 10) ist. Als Nachteil kann empfunden werden, dass eine Premiumeinheit nur käuflich - also gegen mit Realgeld erworbenes Gold - erworben und nicht erforscht werden kann. Gegelegentlich erhält man bestimmte Premiumfahrzeuge allerdings auch mit Bonuscodes oder als Preise in Events/Turnieren. Es gibt in World of Tanks keinen Singleplayermodus im eigentlichen Sinne, da es sich wie gesagt um ein MMOG handelt. Der wesentliche Unterschied zwischen dem Spielen in einer Gruppe und dem Solo-Spielen besteht darin, welche Spielefeatures genutzt werden können. So ist es alleine nicht möglich, in einem Zug, einer Kompanie oder einem Clan zu fahren. Davon ab bleibt es ein MMOG, in welchem man immer gegen andere reale Personen spielt. Einen Schritt weiter geht das Clansystem: Grundsätzlich ist ein Clan erstmal nichts Anderes, als eine lose Verbindung von Spielern, die sich über den Clanchat einfacher zu Kompanien und/oder Zügen verabreden können. Alles weitere regelt jeder Clan selber. Kompanien kann jeder Spieler fahren, nur für die Teilname an den Clanwars ist (oh Wunder) die Mitgliedschaft in einem Clan zwingend erforderlich. Dabei ist die Weltkarte in verschiedene Provinzen eingeteilt, welche die Clans besetzen bzw erobern können. Neben dem sportlichen Wettbewerb reizt hier die Möglichkeit, dass der Clan für den Besitz von Provinzen Gold erhält, welches er an seine Mitglieder ausschütten kann. shot 012Üblicherweise benötigt man für die erfolgreiche Teilnahme an den Clanwars nicht nur ein taktisch diszipliniertes Team, sondern überhaupt einmal die passenden Fahrzeuge. Tritt man nicht mit Panzern der Stufe X an, hat man so gut wie keine Chance. Um dies ein wenig aufzulockern, starten demnächst Events auf der Weltkarte, die nur Panzer der unteren Stufen zulassen. Veränderungen / Neuerungen seit 2010 Seit Einführung des Spiels erlebte das Spiel bis zum aktuellen Patch 0.8.5 diverse Veränderungen und Neuerungen. Diese beginnen bei kleineren Bugfixes und Balancingänderungen bei einzelnen Modulen und Panzern, gehen über die Einführung neuer Gefechtskarten und Panzer bis zur Einführung gänzlich neuer Nationen, deren Panzer gespielt werden können. Begann man damals bei World of Tanks noch mit wenigen Nationen (Deutschland, UdSSR, USA), so ist man heute inzwischen bei 6 Nationen (neben den Vorgenannten noch Frankreich, England, China) angelangt. Die Zahl der in den jeweiligen Nationen zur Verfügung stehenden Panzermodelle wurde ebenfalls mehrfach erweitert, wodurch bspw. bei der UdSSR ein zweiter Tankdestroyer-Strang hinzukam oder auch bei Deutschland ein zweiter Heavytank-Strang. Wobei zu erwähnen ist, dass im Standardspiel stets Panzer mehrerer Nationen für beide Teams gemischt werden.

Eine elementare Änderung an der Spielmechanik war die Einführung der Schottpanzerung, wodurch die Wirkung der Munitionsarten auf die verschiedenen Panzer realistischer gestaltet werden konnte. Weitere Änderungen am Gameplay waren die Auswirkungen von Gelände auf die Panzer und die Taktik - so kann ein Panzer jetzt bspw. im Wasser "ertrinken" oder von einem Berg fallen und beschädigt oder vernichtet werden.

clanwars karteEin persönliches Fazit:
Warum spielt man dieses Spiel? Eigentlich „dachte ich", habe/hatte ich mit diesem 2. Weltkriegs-Panzergedöns nix am Hut. Ich spielte fast nur Total War, ein wenig Warhammer 40.000: Dawn of War II und weitere. Wobei ich gerne Sudden Strike gespielt habe. Außerdem bin ich ein großer Fan von Action-Rollenspielen ala Diablo/TitanQuest. Eines Tages fragte mich ein gewisser Admin namens Wüstenkrieger, ob ich dieses WoT spiele, es sei doch sooo toll. Ich lehnte dankend ab. In Ermanglung anderer Ablenkungen - EmpireTW und NapoleonTW waren nicht so wirklich meins - reifte die Neugier in mir. Die Saat war aufgegangen. Also lud ich mir WoT runter und legte los. Ich bekam zu Anfang böse auf die Mütze (wie heute auch meistens ) und schwupps war ich süchtig. Danke hier, auch im Namen meiner Frau, an Wüstenkrieger. Die Kombination von Action und dem Wunsch, den nächsten Panzer oder die nächste Ausrüstung zu besitzen, ist genial. Auch das Skillen der Besatzung ist eine sehr gute Komponente des Spiels. Weiterhin finde ich gut, dass WoT nicht so schnell ist wie z. B. Online-Shooter, was den nachlassenden Reflexen in meinem Alter sehr entgegen kommt. Auch die Möglichkeit in Zügen von bis zu 3 Spielern (mit Premium, sonst 2) zu spielen, oder sogar Kompaniegefechte, also 15 vs. 15 auszutragen, ist schön, wenn auch selten von mir genutzt. Und wenn man mal ein gutes Team erwischt, kommt auch die Strategie nicht zu kurz. Die Zeitbegrenzung von 15 Minuten machen es möglich, auch mal nur zwischendurch zu spielen. Ständige Updates, die kostenlosen Add Ons gleichkommen, Events, die tolle Grafik, das einfach zu erlernende Game Play, das süchtig machende Belohnungsystem und nicht zu vergessen auch die Möglichkeit, ohne den Einsatz von Geld eine Menge Spaß zu haben, machen die Faszination aus.vgl preise verbrauchsgüter

 

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