Men of War - Contest

Wir können Euch den Sieger des "Men of War Contest" vorstellen: Kastillian. Damit gehört Kastillian zu den drei glücklichen Siegern, die je ein Exemplar des Spieles "Men of War" von 1C Games erhalten. Glückwunsch. Der Contest lief in den diversen Foren. 
Nun aber zum Siegerartikel....

„Seit Tagen lagen wir nun schon in diesem gottverlassenen Nest im Nordafrikanischen Nirgendwo. Wir hatten den Auftrag hier auf die Tommies zu warten, die hier durch mussten. Überall dieser Staub, diese Fliegen! Was für eine Plage....
Unser Kommandeur hatte unsere Jungs in Stellung gehen lassen, Schützengräben wurden ausgehoben und bemannt und MG´s sowie Mörser aufgestellt. An den wichtigsten Punkten wurden leichte PaK's in Stellung gebracht. Wir bekamen sogar ein paar von den „Acht-Achtern", die sollten jeden Tommiepanzer knacken können. Wenn es nur endlich soweit wäre.

Vor ein paar Tagen konnten wir uns endlich einmal beweisen. Die Briten schickten einige gepanzerte Aufklärungsfahrzeuge welche unsere Stellungen auskundschaften sollten. Sie versuchten es zuerst in der Mitte, doch ein Panzer und eine PaK machten dem schnell ein Ende und es gelang uns sogar 2 britische Fahrzeuge zu kapern und unseren Streitkräften zuzuführen. Leider sind die Kameraden der leichten PaK nach einem Volltreffer gefallen, ohne sie wäre es vielleicht schlimmer gekommen. Dann versuchten es die Tommies erst an der linken, dann an der rechten Flanke. Aber auch da wurden sie abgewiesen. Leider gelang ein paar ihrer Aufklärer der Rückzug und sie wussten nun, wo sie am besten angreifen sollten. Denn bereits kurz darauf, kamen sie wieder. Mit ein paar Panzern. Auch wenn wir sie wieder vernichten konnten, waren unsere Verluste dieses Mal wesentlich höher, auch wenn wir diese mit ein paar Beutefahrzeugen mindern konnten.

Aber nun war uns klar, das der Hauptangriff nicht lange auf sich warten lassen würde......Oh, ich höre Rufe und das Bellen unserer wackeren 88mm/Acht-Achter (8,8er geht net)...es scheint loszugehen.....Endlich!"

Karl Müller, Schütze, Nordafrika November 1941

Screen1

Men of War

So oder so ähnlich hätte ein Tagebucheintrag eines Frontsoldaten aussehen können und so, könnte es auch einem Spieler ergehen, der Men of war spielt. Das Spiel, vom russischen Entwicklerteam 1C Company hat sich, mal wieder (könnte man denken) dem zweiten Weltkrieg zugewandt. Doch wer hier erwartet, das es ein stupides Kriegsspiel ist, der irrt.

Denn man kann nicht einfach den Gegner überrollen oder sonst wie „plattmachen", da er, in so gut wie jeder Mission zahlenmäßig überlegen ist. Aber wenn es kein einfaches Kriegsspiel ist, was ist es dann? Nun, vor ein paar Jahren wurde das Spiel „Commandos" auf den Markt gebracht, dessen Spielinhalt es war, das Angehörige eines Spezialkommandos verschiedene Missionen zu erfüllen hatten und das nach Möglichkeit ohne große Verluste. Man konnte auf verschiedene Arten das Ziel erreichen, aber eines war immer dasselbe: Man durfte vom Gegner möglichst nicht entdeckt werden, da immer ausgelöst wurde und dann massig Feinde den Kommandos das Leben schwer machten.

Bei MoW ist das nicht viel anders. Der Spieler hat die Möglichkeit 3 Kriegsparteien zu spielen. Sowjets, Deutsche und Alliierte. Der Spieler hat, je nach Mission mal nur eine Handvoll Soldaten und muss sich durch die feindlichen Linien schlagen. Erledigte Gegner können ebenso „geplündert" werden, wie feindliche Geschütze, Waffen oder Fahrzeuge bemannt und gefahren werden. Dem Spieler stehen zahlreiche Möglichkeiten zur Verfügung, wie er sein Ziel erreicht. Der obere Screenshot stammt aus der zweiten Mission in Nordafrika. Hier ist es das Ziel, die britische Angriffe zuerst abzuwehren und dann später zum Gegenangriff überzugehen. In dieser Mission hat man das Kommando über mehrere Einheiten, auf der Minimap türkis dargestellt, und kann, je nachdem wie viele feindliche Einheiten man vernichtet, Prestigepunkte einsetzen um Nachschub anzufordern (Rechts gut zu sehen). Dies ist aber nicht in jeder Mission der Fall. Oftmals muss man mit seinen Soldaten sehr vorsichtig umgehen.

Screen2
Hat man alle 3 Kampagnen durchgespielt, steht noch eine kleine Bonuskampagne zur Verfügung. Die Maps sowie die Fahrzeuge und andere Waffensysteme sind sehr detailliert gestaltet, wirken sehr echt und ansprechend. Auch die Umgebung wirkt lebendig und bietet immer wieder unterschiedliche Möglichkeiten um das Ziel zu erreichen. Leider wirkt die KI nicht immer sattelfest. Mehr als einmal ist es mir passiert, das Fahrzeuge seltsame Wegpunkte ansteuern oder mitten in die Feindmassen fahren. Manchmal wirkt auch die Balance der Einheiten im Bezug auf Kampfkraft nicht ausgewogen, der Gegner reagiert oftmals gar nicht, wenn ein paar Schritte neben ihm einer seiner Soldaten erledigt wird. Dennoch macht das Spiel richtig Spaß, es kann einen schon Stunden fesseln, vor allem dann, wenn man verschiedene Wege probieren muss.

Men of War Red Tide

Screen3Red Tide ist das erste Sequel zu Men of War, ist aber ein eigenständiges Spiel, für das man MoW nicht sein Eigen nennen muss. Dieses Mal ist nur eine Spielfraktion vorhanden – die russische Marineinfanterie. In einer zum Teil recht knackigen Kampagne, welche rund 20 Missionen umfasst, beginnt der Spieler mit der Landung bei Odessa (D-Day lässt grüssen!), unterstützt von Kriegsschiffen und erlebt die Einsätze der „Black Coats", kämpft sich durch die feindlichen Stellungen, im nächsten Screenshot besetzt von rumänischen Soldaten und Panzern.


Weitere Sequels zu Men of War sind natürlich weiter erschienen. Men of War Assault Squad lässt dem Spieler wieder die Qual der Wahl, welche Seite er wählen möchte. Neben den üblichen Verdächtigen wie den Sowjets, Deutschen und Amis, sind dieses mal die Commonwealth Truppen und die Japaner spielbar. Hier ist es auch erstmals so, das man ständig Nachschub wie Mörser, Tiger, Panther und ihre Gegenstücke bei den anderen Fraktionen anfordern kann, sofern man das nötige Prestige hat. Diese kann man durch das Einnehmen der Sogenannten Siegpunkten nach dem bekannten „Capture the Flag"-Prinzip verdienen. Leider verliert das Spiel dadurch deutlich an Spannung, dann man eigentlich nur lange genug warten muss um das Prestige zu verdienen. Für mich, der schwächste Teil der Reihe. Screen4

Zwischendurch verließen die Entwickler den zweiten Weltkrieg um sich dem Vietnamkrieg zuzuwenden. Wie ich finde, nur was für Fans von Platoon und Full Metal Jacket. Am Spielprinzip hat sich nichts geändert, nur der Schauplatz

Zuletzt erschien Men of War Condemned Heroes. Hier gibt es nichts neues, außer das man dieses Mal Teil eines russischen Strafbattalions ist, das ab 1942 in diversen Missionen von der Ukraine bis nach Deutschland marschiert. Das Rad wurde auch hier nicht neu erfunden, die Missionen sind eigentlich altbekannt und man hat, was unüblich war, den Soldaten der Strafeinheit die gleichen Waffen gegeben, wie den regulären Soldaten. Dennoch ist es kein schlechtes Spiel, Neulingen könnten zum Teil allerdings recht überfordert sein, da das Spiel, wie ich finde, sich eher an den Spielern der anderen Teile orientiert.

Wer also die anderen Teile mochte und gerne spielte, wird auch diesen Teil spielen. Keine Frage, andere werden sich vielleicht eher anderen Spielen zuwenden. Für diesen Herbst wurde bereits ein neuer Teil angekündigt – Assault Squad 2 – es bleibt abzuwarten, ob hier mal was neues, innovatives auf den Markt kommt.

 

 

 


 

 

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